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Peter
Lauritsen bereits gestern seinen Antrittsbesuch
ab und überreichte dem Kneipier einen selbstgemachten
Clown.
Anschließend kasperte Charly ("Ich bin ein
Typ zwischen Natürlichkeit und Verrücktheit")
lieber selbst herum und stieg zur Freude
der anwesenden Fotografenschar auf das Vordach
der Lokalität, um bei der Installation und
Säuberung des Kneipenschildes Hand an zu
legen. Höhenangst hat der heute 60-Jährige
noch nie gekannt: Früher sprang er aus Jux
mit Vorliebe vom Zehn-Meterturm - ohne Badehose
versteht sich.
Beim Plausch mit Wirt Lauritsen,
der bis vor kurzem die Gaststätte "Grillhaus"
in der unmittelbaren Nachbarschaft führte,
kostete der König der Dribbler aber nur
kurz das frisch gezapfte Bier und ließ den
Rest stehen. "Ich habe immer nur bei besonderen
Anlässen am Alsterwasser genippt oder einen
Schluck Sangria getrunken", sagte er. Dörfels
Suchtstoff wird nicht in Gläsern, sondern
in Tütchen verkauft - Charly steht auf Gummibärchen.
Ältere Fußballfans verbinden das "Dörfel's
Eck" vor allem mit
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Außenmühle
und Bremer Straße in Harburg aufwuchsen.
Die Straßenfußballer zauberten später auf
dem Sportplatz an der Baererstraße, der
wegen seines Belages im Volksmund spöttisch
"Stadion Rote Erde" genannt wurde. Heute
kicken dort der FC Ellas und die Bezirksligaelf
von Türkspor Harburg.
Anfang der sechziger Jahre
nutzten bis zu fünf Teams die Kneipe mitsamt
im Keller gelegenen Duschkabinen als Clubhaus.
"Damals standen die Jungs bei meiner Mutter
schon morgens um zehn in Dreierreihen vor
dem Tresen", erinnerte sich Charly Dörfel.
Peter Lauritsen hofft, dass das bald wieder
so ist. Er muss dann nur noch die abgestellten
Fahrräder aus dem ehemaligen Duschraum holen.
Heute von 13 Uhr an wird die
Neueröffnung von Dörfel's Eck mit Freibier
vom Fass (solange der Vorrat reicht) gefeiert.
Von morgen an kostet ein Bier (Flasche oder
gezapft) drei Mark. Um Erinnerungen an große
Fußballzeiten zu wecken, hängen an den Wänden
seltene Fußballbilder aus dem persönlichen
Archiv von Charly Dörfel.
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